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Geschichte

Ein eigenartiges kirchliches Kuriosum stellte die Gemeinde Rüssenbach dar, denn seit alter Zeit trennte der Dorfbach eine Hälfte, die zur Pfarrei Pretzfeld gehörte von dem Teil, der in die Kuratie Niedermirsberg eingepfarrt war. Diese Tatsache wirkte sich bis in den Alltag aus, denn während die eine Hälfte beispielsweise Kirchweih feierte, ging die andere ihren täglichen Arbeiten nach. Natürlich war dies auf Dauer unbefriedigend für die Bewohner des Dorfes und so suchte man nach einer Lösung aus diesem Dilemma. Die Chance dazu bot sich im Jahre 1941, als Konrad Winkler, der Besitzer der Rüssenbacher Mühle, das gegenüberliegende Anwesen zum Bau einer Kirche zur Verfügung stellte. Während des Dritten Reiches war es jedoch nicht möglich, eine neue Kirche zu bauen, und so konnte lediglich der Antrag zum Bau einer „Maschinen- und Gerätehalle“ gestellt werden, der dann auch 1942 ausgeführt worden ist. Diese Halle wurde nach dem Untergang des Dritten Reichs zur Kirche umgestaltet, für die Pfarrer Freitag von Niedermirsberg das Altarbild mit dem Heiligen Bruder Konrad von Parzam zur Verfügung gestellt hat. So konnte schließlich am 5. Mai 1946 der damalige Pretzfelder Pfarrer Mauderer die Kirche als erstes Gotteshaus der Erzdiözese Bamberg, die nach dem 2. Weltkrieg errichtet wurde, benedizieren. Seitdem wird am 2. Sonntag im Mai im ganzen Dorf Kirchweih gefeiert. Um die Belange des neuen Kirchleins kümmerte sich ab dem 2. Juli 1948 ein Kapellenverein, dem im Januar 1949 Konrad Winkler das Grundstück, auf dem die Kapelle zusammen mit einer Priesterwohnung erbaut worden war, geschenkt hat.

Im Juli 1967 beschloss die Generalversammlung des Kapellenvereins die Auflösung und dafür die Gründung einer Kirchenstiftung St. Konrad Rüssenbach (Pfarrei Pretzfeld), die vom Bayerischen Kultusministerium im November 1967 genehmigt worden ist. Damit ging auch der Besitz des Kapellenvereins an diese Stiftung über.

Das nächste einschneidende Datum war der 17. Januar 1971. An diesem Tag entschied sich die Gemeinde Rüssenbach, den Anschluss an die Pfarrei St. Nikolaus in Ebermannstadt zu beantragen, nachdem bereits seit dem 1. Januar 1971 die politische Gemeinde in die Nachbarstadt eingegliedert worden war.

Eine wesentliche Veränderung in der Kirche brachte das 2. Vatikanische Konzil mit sich. Wie in allen katholischen Kirchen wurde auch hier der Chorraum 1972 umgestaltet und mit einem Volksaltar versehen. Im gleichen Jahr wurden auch der Fußboden der Kirche erneuert und der Innenraum getüncht. Neben diesen Renovierungsarbeiten wurden außerdem noch ein Glockenturm errichtet und 3 Glocken sowie eine Turmuhr angeschafft. Weitere Renovierungen fanden in den Jahren 1981/82 und 1990 statt.